Deutschfeistritz liegt an der Einmündung des Übelbachtales in das Murtal etwa 15 km nördlich der steierischen Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet umfasst den Markt Deutschfeistritz, die Orsteile Zitoll, Prenning, Waldstein und Stübing.
Sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde Deutschfeistritz ist der steil aufragende Kirchberg mit seiner markanten Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Weithin bekannt sind auch das noch erhaltene Sensenwerk und das Österreichische Freilichtmuseum in Stübing.
Veranstaltungen wie die "Walpurgisnacht", der "Altweibersommer-Markt", Kulturveranstaltungen im Sensenwerk, wie Theater, Kabarett oder Konzerte und der alljährliche Weihnachtsmarkt machen Deutschfeistritz nicht nur sehens-, sondern auch erlebenswert.
Heute gilt Deutschfeistritz als lebenswerte Wohngemeinde mit aller notwendigen Infrastruktur und hat sich als Sitz eines Schulzentrums einen guten Ruf erworben. Besucher aus nah und fern schätzen in Deutschfeistritz die gelungene Verbindung von Tradition und zeitgeistigen Events.
Das Sport- und Freizeitangebot ist neben der Volkskultur das zweite Aushängeschild von Deutschfeistritz.
Eine Sporthalle, ein modernes Tenniszentrum mit sieben Frei- und drei Hallenplätzen, eine Skateboardanlage, Reitställe mit Parcours, Sportplätze, ein Campingplatz sowie zahlreiche Radwanderwege bis hin zur Mountainbike-Strecke bieten für Sportbegeisterte ideale Bedingungen.
Für Wanderer und Erholungssuchende sind die Wälder und Berge rund um Deutschfeistritz und seine Umgebung eine Oase der Erholung. Im Winter runden Hallenbad und Fitness-Center, Eislaufplätze und Eisstockbahnen das Freizeitangebot ab.
1809 in Deutschfeistritz als Sohn eines Hammergewerken geboren. Polytechnik- und Montanistikstudium, durch Kontakte mit Erzherzog Johann Studienreisen durch ganz Europa bis England. Peter Tunner bewirkte in der Eisenerzeugung die Einführung des Bessemer-Stahlverfahrens und war erster lehrer an der Montanlehranstalt Vordernberg. Als Begründer und Direktor der heutigen Montanuniversität Leoben machte er dieses Institut über Europa hinaus bekannt. Tunners bedeutendes Wirken als wegweisender Eisenhüttenpionier und Montanist wurde im Herbst 1997 anläßlich seines 100. Todestages mit der Enthüllung einer Gedenktafel auf dem Peter-Tunner-Platz in Deutschfeistritz gewürdigt.
1793 als Kind einer Gewerkenfamilie geboren, war selbst angesehener Hammerwerksbesitzer in Deutschfeistritz und später von 1848 bis 1853 Minister für Landeskultur und Bergwesen. Die Anregung und Durchsetzung von Reformen im Montan- und Bergwesen, die heute noch Gültigkeit haben, tragen Ferdinand Thinnfelds Handschrift:
Ferdinand Thinfeld starb 1868. Der Sitz der Gewerkenfamilie befand sich im Schloß Thinnfeld in der Nähe des Sensenwerkmuseums.
1883 im Schloß Waldstein als Sohn eines Forstrates geboren befaßte er sich nach dem Besuch des Grazer Gymnasiums mit Physik und promovierte 1906. Hess widmete sich intensiv den Wirkungen der radioaktiven Stoffe in der Atmosphäre und konnte und konnte so im Jahr 1911 die Höhenstrahlung ("Kosmische Strahlung") endecken, was ihm 1936 den Nobelpreis einbrachte. Viktor Franz Hess war an den Universitäten Graz und Innsbruck im Lehramt und Forschung tätig und setzte 1938 nach Emigration seine erfolgreiche Forschungsarbeit in New York fort. Viktor Franz Hess starb 1964 in Mount Vernon (Bundesstaat New York, USA).
(Text: Harald Jantscher)
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Bevölkerungsstatistik
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39,1977 km²