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Marktgemeinde Deutschfeistritz

Deutschfeistritz liegt an der Einmündung des Übelbachtales in das Murtal etwa 15 km nördlich der steierischen Landeshauptstadt Graz. Das Gemeindegebiet umfasst den Markt Deutschfeistritz, die Orsteile Zitoll, Prenning, Waldstein und Stübing.

Sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde Deutschfeistritz ist der steil aufragende Kirchberg mit seiner markanten Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Weithin bekannt sind auch das noch erhaltene Sensenwerk und das Österreichische Freilichtmuseum in Stübing.

Veranstaltungen wie die "Walpurgisnacht", der "Altweibersommer-Markt", Kulturveranstaltungen im Sensenwerk, wie Theater, Kabarett oder Konzerte und der alljährliche Weihnachtsmarkt machen Deutschfeistritz nicht nur sehens-, sondern auch erlebenswert.

Heute gilt Deutschfeistritz als lebenswerte Wohngemeinde mit aller notwendigen Infrastruktur und hat sich als Sitz eines Schulzentrums einen guten Ruf erworben. Besucher aus nah und fern schätzen in Deutschfeistritz die gelungene Verbindung von Tradition und zeitgeistigen Events.

Das Sport- und Freizeitangebot ist neben der Volkskultur das zweite Aushängeschild von Deutschfeistritz.

Eine Sporthalle, ein modernes Tenniszentrum mit sieben Frei- und drei Hallenplätzen, eine Skateboardanlage, Reitställe mit Parcours, Sportplätze, ein Campingplatz sowie zahlreiche Radwanderwege bis hin zur Mountainbike-Strecke bieten für Sportbegeisterte ideale Bedingungen.

Für Wanderer und Erholungssuchende sind die Wälder und Berge rund um Deutschfeistritz und seine Umgebung eine Oase der Erholung. Im Winter runden Hallenbad und Fitness-Center, Eislaufplätze und Eisstockbahnen das Freizeitangebot ab.


Aus der Geschichte...

  • Im 1. bis 5. Jahrhundert befand sich nahe des heutigen Deutschfeistritz eine römische Siedlung am Kugelstein.
  • Im Jahr 1265 wurde eine Siedlung am Fuße der Burg Feistritz erwähnt. 1297 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung der Kirche vom hl. St. Martin auf dem Kirchberg.
  • 1583 erhielt Feistritz von Erzherzog Karl von Österreich das Jahrmarkt-Privileg und machte sich als Bergwerksort einen Namen. Der Markt Feistritz war auch Umschlagplatz für die Erztransporte aus Waldstein, Übelbach und Großstübing.
  • 1680 gründete Gewerke Peter Thinn in Feistritz den ersten Eisenhammer. Danach waren es die Sensenhämmer, die neben dem Bergbau dem Ort seine Bedeutung gaben.
  • 1848 wurde Feistritz selbstständige Ortsgemeinde
  • 1865 erhilet der Markt Feistritz seinen ersten Bürgermeister
  • Im Jahr 1869 erfolgte die Umbenennung des ehemaligen "Feistritz an der Mur" in "Deutschfeistritz".

Bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Forschung stammen aus Deutschfeistritz

Peter Tunner - Eisenhüttenpionier

1809 in Deutschfeistritz als Sohn eines Hammergewerken geboren. Polytechnik- und Montanistikstudium, durch Kontakte mit Erzherzog Johann Studienreisen durch ganz Europa bis England. Peter Tunner bewirkte in der Eisenerzeugung die Einführung des Bessemer-Stahlverfahrens und war erster lehrer an der Montanlehranstalt Vordernberg. Als Begründer und Direktor der heutigen Montanuniversität Leoben machte er dieses Institut über Europa hinaus bekannt. Tunners bedeutendes Wirken als wegweisender Eisenhüttenpionier und Montanist wurde im Herbst 1997 anläßlich seines 100. Todestages mit der Enthüllung einer Gedenktafel auf dem Peter-Tunner-Platz in Deutschfeistritz gewürdigt.


Ferdinand Thinnfeld - Montan- und Bergwesen

1793 als Kind einer Gewerkenfamilie geboren, war selbst angesehener Hammerwerksbesitzer in Deutschfeistritz und später von 1848 bis 1853 Minister für Landeskultur und Bergwesen. Die Anregung und Durchsetzung von Reformen im Montan- und Bergwesen, die heute noch Gültigkeit haben, tragen Ferdinand Thinnfelds Handschrift:

  • 1849 war er an der Gründung der Bergakademien in Leoben und Pribram beteiligt.
  • 1850 erfolgte die Gründung der Berghauptmannschaften und der Geologischen Reichsanstalt.
  • 1852 folgte auf Initiative Thinnfelds das Reichsforstgesetz.
  • 1854 war er bei der Einführung des Allgemeinen Berggesetzes federführend.

Ferdinand Thinfeld starb 1868. Der Sitz der Gewerkenfamilie befand sich im Schloß Thinnfeld in der Nähe des Sensenwerkmuseums.


Viktor Franz Hess - Nobelpreis für Strahlenforschung

1883 im Schloß Waldstein als Sohn eines Forstrates geboren befaßte er sich nach dem Besuch des Grazer Gymnasiums mit Physik und promovierte 1906. Hess widmete sich intensiv den Wirkungen der radioaktiven Stoffe in der Atmosphäre und konnte und konnte so im Jahr 1911 die Höhenstrahlung ("Kosmische Strahlung") endecken, was ihm 1936 den Nobelpreis einbrachte. Viktor Franz Hess war an den Universitäten Graz und Innsbruck im Lehramt und Forschung tätig und setzte 1938 nach Emigration seine erfolgreiche Forschungsarbeit in New York fort. Viktor Franz Hess starb 1964 in Mount Vernon (Bundesstaat New York, USA).

(Text: Harald Jantscher)

Information

Gemeindeamt

Tel.: 03127/41355


Parteienverkehr:

Mo. - Fr.:
8 bis 12 Uhr bzw.
Di. und Mi.:
14 bis 17 Uhr


Statistik

Bevölkerungsstatistik
4.090 Einwohner
1.052 Gebäude
1.636 Wohnungen
39,1977 km²




Deutschfeistritzer Ansichten - von Annemarie Stifter

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